Wieder vorsichtig unbemerkt rückwärts eingeparkt.
Beim Frühstück ist
noch nicht viel los, die Engländer schlafen gerne lang, nach den Partys am
Abend.
5,40 für einmal über die Seine fahren. Schönes Licht, Sonne tief,
herbstliche Farben. Dicke Wolken, ein bisschen Nebel unterwegs. Hier kommt der
Calvados her. Le Mans ist auch hier.
Erster halt um ca
11 Uhr am Omaha Beach. Grade ist auch ein Bus vom Schiff und ein anderer da.
Kurzer Spaziergang am Strand, Ebbe, Urlaub!, tolle Farben, schöne Gegend, aber
alles mit einem sehr ernsten Hintergrund.
Die Normandie ist sehr schön!
| Das Schiff, das ich gestern vor der Sonne fotografiert habe. Baie de Seine |
Halb 9 sind wir fertig. Heute machen wir die "Max-Tour", jedenfalls ähnlich.
Raus, Taxi, zu
Hertz, das versteht er, ich zeige auch die Straße, 57 Rue de Fleurus, aufgeschrieben. Er fährt, Taxameter zählt, bei
12,- sind wir irgendwo und er ist überrascht – ist nix. Wir sagen die Adresse nochmal, not far away wäre, da findet er es auch
gleich, Hertz und Thrifty.
Drin sagen wir der
Dame erst mal, dass die Adresse falsch ist, woher wir denn wissen sollen, dass
wir hierher müssen?, aber sie entgegnet, dass es doch gleich auf dem Vertrag
draufsteht, den wir bekommen, (dadurch konnten wir immer noch nicht vorher
wissen, wo wir hin müssen), und dass sie Hertz ist und meine Bestätigung von Car del Mar, womit sie nix zu tun hat.
So, das wäre geklärt,
Wir kriegen einen
Fiat 500X, SUV-mäßig, viel Auto für kleine Größe.
Zuerst mal raus. Richtung Caen, über die erste Brücke, die sieht schon gut aus,
und die nächste erst recht.
Zuerst mal raus. Richtung Caen, über die erste Brücke, die sieht schon gut aus,
und die nächste erst recht.
| Die Mündung der Seine |
Gelegentlich mal zahlen,
genau wie von Max beschrieben, 1,10 und 3,40, Zurück auch.
Kein Klo! Hilfe! Vor Caen ist dann eine
Tankstelle. Puh, nötig.
Bei Caen schüttet
es gewaltig. Haben wir Licht an oder nicht??? (Wir hatten nicht, denn er hatte
den Schalter noch nicht gefunden).
| Die Straße Richtung Strand |
| unser Autochen |
Die Normandie ist sehr schön!
Weiterfahrt zum
amerikan. Friedhof. Das Stück Land hat Frankreich den Amerikanern unentgeltlich
überlassen. Bevor man runter in die Ausstellung geht, wird man durchleuchtet
und die Taschen auch. Damit man unten keine Bilder beschädigt? Manchmal
übertreiben die Amis auch.
Aufs Gelände kann man
auch ohne Kontrolle. Sehr schön angelegt. Normalerweise denkt man nicht
praktisch, wie es abgelaufen sein kann; die Amerikaner kamen am D-Day und haben
zurückerobert. Dass das monatelange Vorbereitung brauchte, und monatelange
Kämpfe, und viele Tausende Tote, das ist eigentlich heute weit weg. Hier ist es präsent, die haben Namen.
Von dort aus fahren wir zurück auf die 514, oben ist eine Creperie, wo wir einkehren. Es gibt Buchweizencrepes mit Schinken und Käse, das ist mal was anderes. Die Salate
sehen auch gut aus. Preise sind nicht niedrig, wir sind hier in einem
touristisch gut erschlossenen Gebiet. Wahrscheinlich machen hier auch viele
Pariser gerne Urlaub. Wirklich schöne Gegend, das merken wir bei der Weiterfahrt,
es stehen nur zu oft Panzer herum.
Beim nächsten
Örtchen habe ich auf dem Plan gesehen, dass es einem Hafen haben muss. Wir
fahren mal runter und sind doll überrascht. Port-en-Bessin, das ist richtig
putzig, hier könnte man bleiben. Es gibt sogar einen Pin von dem Ort. Es riecht
nach Fisch und Meer, man hört Brandung und Möwengeschrei,...
Hinter dem Turm ist
ein Spazierweg mit alten Treppen, der geht weiter, aber das ist zu matschig,
ich drehe um, und mein Knie hat irgendwas abgekriegt. Der Ort ist so irgendwie urig.
| Hier steht eine Kopie des Denkmals vom Omaha Beach. |
Nach einem Spaziergang
im Ort gehts weiter, der nächste Halt wird Arromanches-les-Bains, wo es ein
weiteres Kriegsmuseum gibt. Hier parkt man oben, bisher überall kostenlos,
sogar im vorigen Ort direkt am Hafen!, und läuft runter, Wasser kommt bis an
die Mauer vor den Häusern, Betonreste im Wasser, hinten ein Beispiel einer
Brücke, die sie zum Anlanden gebaut oder benutzt haben.
Auf Museum hatten
wir überhaupt keine Lust bei dem Wetter. Oben auf dem Berg fahren wir noch an
einer Marienstatue und weiteren Relikten vorbei, aber hier kostet es
Parkgebühr, und wir müssten jetzt doch mal weiter. Dort ist das 360° Museum;
man hätte auch von unten hoch laufen können; war nicht gut vorbereitet.
Aber da inzwischen schon
drei Uhr ist, fahren wir gleich Richtung Caen. Ein kurzer Schauer irgendwo
unterwegs. Um kurz nach 4 sind wir bei Honfleur, beschließen, wenigstens mal
vorbeizugucken, das Städtchen soll doch so schön sein, fahren vor der Brücke
noch ab und auf einen ausgeschilderten Parkplatz. An der Uhr merken wir, dass
es der Tagesparkplatz ist, 4,-. Also gut, wir spenden Honfleur was. Dafür
brauchen wir aber noch ein Klo vor dem Rückweg. Nirgendwo zu finden, es gibt viele kleine
Lädchen und Cafés, aber jetzt nochmals konsumieren wollten wir auch nicht,
Hunger fehlt. Idee: es gibt eine Tourist Info, die müssen uns was sagen können,
wohin. Gute Idee, denn sie haben eine Toilette im Gebäude.
Hier kommt man bestimmt noch mal hin, es ist wirklich schön, lauter kleine Lädchen. Bloß die Sprache ist mir eher gar nicht geläufig, aber man würde überleben.
Hier kommt man bestimmt noch mal hin, es ist wirklich schön, lauter kleine Lädchen. Bloß die Sprache ist mir eher gar nicht geläufig, aber man würde überleben.
Die Tankstelle in Le Havre war
nicht zu verfehlen, es ging für 20,- rein, was auch den
ausgerechneten Litern entsprach. Die Quittung fürs Tanken will Hertz haben. Kurz nach halb 6 lieferten wir das Auto wieder ab. Sie bestellte uns ein Taxi,
das gleich kam, der fuhr uns für unter 11,- wieder zurück, und fuhr eher
langsam. Heute morgen der raste, wo es ging, und hatte trotzdem über 15,-
drauf. Ich habe es nicht als Umweg erkannt, war aber wohl doch einer.
Die Zeit reichte
dann grade noch zum Umziehen, Geld wechseln für zwei Umschläge, dann waren wie
zur gewohnten Zeit beim Essen, am gewohnten Platz, und es gab nochmal Seezunge!
Hmmmm! Essen war top!
Weil wir jeden Abend zu gleicher Zeit reserviert hatten, konnten wir den Tisch behalten. Sie haben sogar am zweiten Abend gefragt, ob der Tisch gestern ok war.
Von 5:30-6:30 haben
sie ballroom dancing in der Starlounge angesetzt. Das war mal nix. Ich weiß
nicht, wie viele da waren, wir konnten nicht. Denn a) die Leute waren noch weg,
weil wir erst um 9 abfahren, oder b) um 6 Uhr beim Essen, oder c) sich am Fertigmachen dafür. Aber dann kann man hinterher sagen: wir haben doch das
angeboten, es kam aber keiner!
Was sie nochmals
gut konnten war Sale, Ramschverkauf, also manches aus dem Lager geholt und
jetzt nochmal günstige Sachen anbieten. Und die Leute stehen Schlange an der
Kasse, als gäbe es morgen nix mehr.
Unglaublich.
Nach der Show war
der C&A-Typ noch unten an seinem Platz, ich wollte mal wissen, was er sagt, wenn ich nach
dem Unterschied von Platin zu Emerald frage. Es ist nämlich fast keiner. Er hat
mir den Zettel in die Hand gedrückt, den wir am Anfang bekommen habe, die
gleichen 2 für 1 und soviel Prozent Nachlass, wenn ich dies und das kaufe....
wir werden am Ende der Reise hochgestuft. Also, bis wir Diamond erreichen,
werden sie die Vorteile abgeschafft haben.
Show magic, Philipp
Hitchcock, viel geredet, aber unerklärliche Dinger. Und kletterte am Ende noch
in einen Luftfballon.
Gepackt haben wir
zwischen Essen und Show, ist ja übersichtlich. Kurz vor Beginn der Show haben
wir abgelegt, das war unpassend. Aber andererseits ist ja draußen sowieso schon dunkel.
Es ist windig
draußen.
Irgendjemand hat
nach dem ersten bisschen schaukeln am Anfang was von Sturm erzählt, es wäre so
schlimm gewesen, sie wohnten ganz vorne. Gut, dass ich das nicht gehört habe,
ich hätte denen gerne mal was von unserem Galaxy-Novembersturm erzählt... 😆 oder von Hurtigrute bei Kirkenes im Dunkeln 😉
Mein linkes Knie hat in Bessin was abgekriegt,
es tut ziemlich weh.
Es ist windig und
man merkt tatsächlich noch, dass man auf einem Schiff ist. Das ist schön für den letzten Abend.
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