18.10.16

18.10.16 Gijon, Asturien

mehr Fotos:  https://www.flickr.com/photos/tinavonhier/albums/72157672301378284
 
Nachts war mal irgendwann über uns Action, Stühlerücken. Unterbewusst mitgekriegt.
Da wir erst um 10:15 Uhr Meeting für den Ausflug haben, ist viel Zeit. 5 vor 7 wach, den Schweinehund besiegt und runter zum Stretching und anschließend ein bisschen Gymnastik – naja, sehr einfallsreich ist es nicht, aber sinnvoll schon. 
Um 8 ist es hier noch stockdunkel.
Schön gefrühstückt bei der Anfahrt zum Hafen, mit Nebel in den Tälern und auf der Stadt, Anfahrt auf eine Mauer. Die muss ca 10 m hoch sein, im Vergleich zu einem Bus.
Leider hatte ich den Foto nicht mit. Wir liegen im Nichts. Das ist erst vor 4 Jahren gebaut worden. Ein Zelt, ein Laster mit dem Laufsteg, Abladen, einrichten, dauert alles. Busse kommen, 30 Stück. 



Wir haben den Ausflug Luanco und Aviles, 4 Std, 39$ oder 35€ pP. Herdenausflug.
Sie werben für ihre Ausflüge als ersten Punkt: Sie kommen mit den ersten vom Schiff. Das ist gelogen. Die ersten gehen, das ist die komplette Filmcrew, es wird öffentlich angesagt, dass man individuell raus darf, dann gehen wir zu unserem Treffpunkt zum Theater. Da treffen sich heute aber alle Ausflüge um 10:15 Uhr. Wir sind Gruppe 8 und müssen uns nach unten setzen. Da ist es langweilig. Weil wir 10 min zu früh waren, hocken wir im dunklen Theater eine halbe Stunde lang, bis wir als letzte aufgerufen werden.
Um 10:45 startet der Ausflug, wie auf dem Ticket angegeben.
Nette Reiseleiterin, die so nach den engl. Worten sucht wie wir auch, wenn wir viel erzählen müssen. Am Bus steht "mit wifi". Es funktioniert aber nicht, und mein Handy ist leer.

Asturien: Provinz mit nur einem Distrikt, gestern Galizien hat z.B. vier. Alles grün, da 165 Regentage im Jahr. 1 Mio. Einwohner im Gebiet. Die Stadt Gijon hat 274 000.
Der Hafen seit 1907 ist wichtig für Kohle, 'habichvergessen' und Stahl. Oviedo ist die Hauptstadt, die hat die Kathedrale, obwohl die in Aviles so aussieht, sie darf sich nicht so nennen. Aviles ist drittgrößte Stadt und hat noch 81000 Ew.
Das Südende von Asturien sind Berge, Pikes of Europe, Grenze zu Galizien ist ein Fluss namens Eo, 40% des countys ist Nationalpark, es gibt irgendwo uralte Höhlenmalereien.
Die Küste heißt Costa Verde, weil hier alles schön grün ist.
8. Jh v. Nordafrika erobert, 711, Battle of Covadonga zurückerobert, christlich, war der erste Sieg gegen die Mauren, aber nur für 200 Jahre.
Fischfang und Walfang mehrere Jahrhunderte, bis 1722.
Luanco war Fischerdorf, jetzt ist es eine Wohnstadt, wo die Leute woanders arbeiten, und ein Touristenort. 6000 Ew, im Sommer dreimal so viel. 
Wir halten am Busbahnhof, Klostopp kostet schon mal 15 Minuten von der geplanten Stunde. Spaziergang. Postkartenansicht, hübscher Ort, Kirche, es gab sogar einen Pin!
Luanco

ein Haus mit Rettungsringen ;-)
da gabs einen Pin
Iglesia de Santa Maria

der Palast nebenan, um einen Innenhof herum gebaut


Im Dunst sehen wir unser Schiff.
Die Abfahrt hier verzögerte sich natürlich um die 15 min. Besondere Kekse gibts hier. Mürbeteig, schmecken leicht wie Weihnachten. Die Häuschen auf Stelzen dienen der Lagerhaltung, es ist feucht hier.
Nicht sehr weit bis Aviles, Großstadt, Industrie, hat die Umwelt so verschmutzt, dass viele Leute krank waren, durch die Krise in den 1980ern wurden einige Fabriken geschlossen, Stadt wird verschönert, alles wird besser. Arbeit: 50% im Service, 30% Industrie, 20% Farmer. 
Oskar Niemeyer-Kulturzentrum, gebaut von dem berühmten Architekten.
Zeit bis halb 3, sie macht Führung, für die, die wollen. Die meisten wollen. Der Platz, wo unser Bus hält, war früher Hafen. Ein Fluss, der die Stadt teilte, ist jetzt unterirdisch.
Die Kirche, die sich nicht Kathedrale nennen darf. Sie heißt nach Thomas von Canterbury. Alle spanischen Kirchen sind ziemlich dunkel und riechen nach "alt". Die englischen gefallen mir grundsätzlich besser.

 Ein umbauter früherer Marktplatz

Palacio de Composagrado, beherbergte was mit Kunst. Im Eingang konnte man einen "David" stehen sehen.
Kleine Runde durch die Straßen zu den wichtigsten und ältesten Plätzen. Einige Läden stehen leer, über Arbeitslosigkeit hat sie nicht gesprochen. 


Franziskanerkirche, die Älteste hier, gehörte zu einem Kloster.
Der Jakobsweg führt auch hier entlang durch die alten Gassen.

Rathaus am Placa Espana
  Platz um die Ecke, neben noch einer Kirche
Hier ist alles dicht zusammen. 
Essen ist unglaublich billig, ein dickes Plunderstück, ein Schinkenbrötchen, ein Kaffee zusammen nur 4,-€.
19 grad; dunkle Wolken, aber die tun nix, die wollen nur spielen.
Den Cidre konnte Axel nicht probieren, den gabs nur in ganzen Flaschen. Und ein Dreiviertel oder ganzer Liter mit so einem Alkohol-Gehalt, hätte sich nicht gut ausgewirkt.... 

Pünktlich am Bus. Jetzt geht das Wifi mal, lange genug für den Blick in unsere Zeitung, was jetzt mit dem Unfall in der BASF ist, wo die Unfallklinik vorsorglich zwei Stationen geräumt hat. Sie waren zum Glück nicht nötig, aber sonst ist bisher alles unklar. 

Auf dem Rückweg lässt sie asturische Musik laufen, dann muss sie nix erzählen, es will auch niemand mehr was hören. Es klingt wie irisch, die hatten hier was mit den Kelten.
aus dem Bus

Von außen noch Schiff fotografiert, dann rein und Gijon von hier aus. 
Das ist aber bearbeitet:



Lust auf Obst – im ganzen Windjammer sind nur ein paar Äpfel zu sehen, aber bevor ich sauer werden konnte, brachte einer eine Schüssel geschnittene Melonen mit Ananas. Genau das brauchte ich.
Pause, sehr angenehm. Abfahrt ist um 6.

Eine fette Schnake in der Kabine! Wo ist die denn her? Ein blinder Passagier aus Galizien? Leider überlebt sie es nicht. Der Vorhang ist ihr Tod.
Essen ist wieder hervorragend, es gab Sole, da wir erst nicht mehr wussten, was das genau ist, lernten wir einen der Köche mit hoher Mütze kennen, der für den Dining Room auf Deck 5 kocht, ein deutscher Sebastian aus Hamburg. Bis er kam, hatten wir uns wieder erinnert, dass es Seezunge ist, aber es war nett, dass er extra aus der Küche kam. Die Seezunge war exzellent! Und der Nachtisch auch wieder, und was die klaren Suppen angeht, schwebt Axel im 7. Himmel.
Kein Vergleich zu dem durchschnittlichen Essen im Expeditionsschiff.

Direkt nach dem Besuch vom Koch empfiehlt unser Juan eine Galleytour, die nicht öffentlich angeboten wird. Sie ist am Seetag mittags, kostet 35,- pP, nach der Führung mit einem guten Essen in einem Spezialitätenrestaurant, mit Champagne und so.... da kriegt mein Mann doch glänzende Augen, obwohl wir die Kundensucher immer erfolgreich verjagen. Wir haben es gebucht. Noch ein Termin für den Seetag, der wird voll.
Außerdem haben wir da noch eine Einladung cordially invited für die crown & anchor members, Seetag um 19:45, also zwischen Essen und Theater. 

Die Filmcrew ist wieder aktiv, kurzes Schwätzchen mit einer vom Set. Die haben geschätzt einen 14 Std. Tag, aber am Seetag frei. Da es so angelegt ist, dass Leute drauf sind, sind wir auch mal wo entlang gelaufen, wo wir sicher im Bild waren, wenn sie es nehmen würden. Aber sie haben noch ein geschätztes 386. Mal gedreht, waren nämlich schon vor dem Essen an der Szene, und hinterher immer noch.
Rumgestromert, einen angesprochen wegen tanzen, dass Ballroom dancing gar nicht geht, und wie sie sich das auf dem Handtuch im Boleros vorstellen, ja, es gäbe doch morgen einen Chacha Kurs und am Seetag auch einen für Walzer; und irgendwann mal die Möglichkeit zu tanzen vom Band. Wetten, dass das mit einem Termin kollidiert?
Oben in der Lounge vorbeigeguckt, draußen ist dunkel, man sieht nix; Saft im Windjammer geholt, ins Theater, eine Sängerin Jen Jayden aus Maryland, tolle Stimme, 35 Min.
Im Pub haben wir draußen einen Platz gekriegt, Axel dazu ein schönes Guiness, bis mir jemand von einer dicken britischen Familie mit ebenso dickem Kind (sorry, das ist ein Erkennungsmerkmal) einen Sekt mit was drin von hinten gegen die Hose spritzten, zweimal "sorry it was an accident", dann sind sie sehr schnell verschwunden. Nix mit Reinigung übernehmen oder so... 
Ich habe sie mal im Waschbecken gewaschen und es rausgekriegt.

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