22.10.16

22.10.16 Samstag, Rückweg

Hier kommen mal die positiven und negativen Aspekte aufgelistet:
plus:
Essen immer super! Keine Klagen, alles toll.
Kabine klasse groß, oben neben Ausgang, gefiel mir sehr gut, sehr ruhig, abgesehen vom Wasserdruck, was andere vermutlich kaum registrieren.
Es war überhaupt nicht kalt im Schiff! Selbst im Theater hat es kaum gezogen. Nicht wie drüben, wo man sich immer im Kühlschrank aufhält. Drei Daumen hoch!!!
Wenn man was bemängelt, kümmern sie sich sofort.
Nichts ist irgendwie negativ aufgefallen wie Rost, Dreck, was nicht in Ordnung, ...
Waschi-waschi war nicht so strikt, man fühlte sich nicht gedrängt.

minus:
Es ist eine einzige Verkaufsveranstaltung. Aber das ist nix neues...
Port Info ist keine Info, sondern Ausflugswerbung.
Das Future Cruise Departemant war so mit Scheuklappen, dass ich besser Reisen verkaufen könnte.
Ballroom Dancing hatten sie weggelassen, und die Alibi-Veranstaltung in Le Havre zur Dinner-Zeit kann man nicht zählen.
Wein und andere Getränke sind viel zu teuer. Bier war noch ok mit 6 $ +x für ein Großes.
Der Griff vom Koffer ist zwischen Kabine und Terminal abgerissen, mal sehen, was da passiert.
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Von Anlegemanövern merkt man hier oben gar nix. Es ist einfach nur ruhig.
Um 4 Uhr war ich schon mal wach, da sind wir noch gefahren, aber um 5:40 lagen wir schon fest, umgedreht und unbemerkt.
Der Morgen war ganz normal, kein Zeitdruck, die geschenkte Stunde hat dafür gesorgt. Frühstück war etwas voller, so wie sonst um 9.
Fotos der anderen Schiffe weiter hinten sind nicht möglich, zu neblig.
oder doch?
Arcadia
Braemar mit Babsi drauf
7:30 waren wir beim Restaurant, unser Sammelplatz, auf Schirm wird angezeigt, dass wir durchgehen dürfen. Koffer steht nicht in Reihe 17, ooooch, eine Frau gegriffen, die uns in eine Ecke brachte mit den Koffern ohne Banderolen, aha, sie ist abgegangen, weil der Griff gerissen ist. Formular ausgefüllt, soll am Montag eine Nummer in England anrufen, die sagen, was wir machen sollen. Mal sehen.
<Hab ich gemacht, ich soll zum Geschäft gehen und eine Bescheinigung holen, was eine Reparatur kosten würde und die per Email an den Kundenservice schicken. Dann bin ich zum Koffergeschäft, normalerweise machen die es nicht so herum, sondern sie reparieren und ich muss die Rechnung bei einer Versicherung einreichen. Hab es aber genau erklärt und Wunsch geäußert, dass ich es auf Englisch brauche und abgegeben. Warte auf Rückruf.>
Um 8 Uhr an Tankstelle gewesen, die übrigen 30£ vertankt, ab auf den Highway.
England ist grau, 8 Grad.
England ist bunt, Indian Summer an der Autobahn. Aber wie schön!
Nebel, der weiter nach Osten sich lichtet.
10 Uhr ein Muffinstopp an einer guten Raststätte, wie sie hier alle sind, mit Spar dabei, mit Wohnmobil könnte man sich hier voll versorgen, auch duschen.
Hier sind es nicht mehr nur 7 Grad, sondern in der Sonne geht es hoch bis 13. In Kent ist es noch nicht so herbstlich gefärbt wie in der Mitte von England.


Baustelle!
 Passkontrolle in Dover, müdes Durchwinken, die Deutschen wollen ja nur heim.
250 km ruhiges Fahren bis hierher, 3 Std.
7 Reihen Pkws plus die LKWs. Die Fähre wird heute rappelvoll.
Um 12:10 sind wir immer noch draußen auf dem Parkplatz; macht hin, ich will doch Fotos von Cliff und blauem Himmel machen, bevor es sich zuzieht....

Abfahrt um 20 nach 12, genauso viel kommen wir auch drüben verspätet an.





Es ist mords was los auf dem Ärmelkanal, aber keine Kreuzfahrtschiffe. Wifi klappt nicht. Wir sind nur zum Essen während einem Schauer drin, sonst draußen.
Halb 4 im Auto. Ich bin dran, schöne Straßen in Belgien, nicht zu voll, schlafe aber fast ein, geht nicht so lange, wie ich will, später wieder... dafür kriege ich nach dem Ausruhen den Rest noch ins Ipad eingetippt, bis es dunkel ist.
Brüssel
Indian Summer in Belgien
Noch in Belgien zeigt die Tankanzeige, dass es bis nach Deutschland eng werden könnte, weil da erst mal die Tankstellen dünn gesät sind. Bis Bitburg ist noch weit.
Irgendwo steht an der Autobahn ein großes Schild: nach 8 km abfahren, da gibt’s eine Tankmöglichkeit. Das tun wir. Die Tankstelle ist ohne Menschen, nur ein paar Zapfsäulen mit Kärtchen zu aktivieren. Funktioniert alles. Dann bin ich wieder dran. Inzwischen ist es dunkel. Und jetzt folgt das Abenteuer der Reise, was bei Heidi die Bahnfahrten sind...

Wir fahren das Stück wieder zurück, die Tussi erzählt was von Kreisverkehr, aber da ist nix, keine Auffahrt, hier war nur eine Abfahrt. Dann sagt sie: dort rechts und dann bald wieder rechts reinfahren. Sie will uns auf einem anderen Weg zur nächsten Auffahrt lotsen. Wo wir abbiegen, ist ein enger Weg und am Anfang steht ein Schild: Sackgasse in 1000 m. Rechts und links ein Haus, sonst nix! Ich meine, solche Schilder haben ihre Berechtigung. Aber mein Mann meint, die Tussi hat gesagt, in 900 m rechts abbiegen, ich soll da reinfahren. Weil es anders sicher eine Diskussion gegeben hätte, dass es da doch möglich gewesen wäre und es wäre doch sicher einfach und kürzer gewesen, bin ich brav und fahre. Nach 100 m wird der Weg zum ungeteerten Feldweg. Nach ein paarhundert weiteren Metern beginnt der Wald, mit großen Pfützen in den Spurrillen. Nee, da sind wir definitiv falsch. Mann meint: fahr einfach weiter. Ok, es gibt auch nur die Alternative, rückwärts wieder raus zu fahren, aber der Weg ist eng und es ist dunkel. Die Büsche schleifen inzwischen rechts und links am Auto entlang, hier ist seit Jahren niemand mehr entlang gefahren, das ist klar. Fahr mal weiter. Die größeren Pfützen umgehe ich, wenn er außen Kratzer am Auto hat, ist das nicht unser Problem…
Da, wo wir nach 900 m rechts abbiegen sollen, ist das Dickicht besonders dicht und es steht so eine bzw. zwei großen Pfützen, dass ich Angst habe, dass das Auto darin steckenbleibt, mitten im dunklen Wald, irgendwo in Belgien. Nach links geht ein Stück Weg, so dass ich hier vorsichtig drehen kann, ohne in die tiefe Pfütze reinzufahren. Und dann fahre ich wieder zurück, wir haben somit überprüft, dass das Sackgassenschild berechtigt da steht. Wie gut, dass ich immer fast am Wald wohne und nicht eine Großstadtpflanze bin....
Wieder zurück, über die Autobahn, wieder zur Tankstelle und vorbei, und dann ist klar, was sie mit Kreisverkehr meinte – wir hätten da weiterfahren müssen. Dann kommt auch nach ein paar km eine Auffahrt.
Schöne leere Autobahn, müde Augen, wir fahren einfach weiter…. Tauschen nochmal vor KL, dann sind wir gegen halb 10 da. Und müde. 
Schöner Urlaub. 

21.10.16

21.10.16 Le Havre

Fotos: https://www.flickr.com/photos/tinavonhier/albums/72157675956539206

Wieder vorsichtig unbemerkt rückwärts eingeparkt.
Beim Frühstück ist noch nicht viel los, die Engländer schlafen gerne lang, nach den Partys am Abend. 

Das Schiff, das ich gestern vor der Sonne fotografiert habe. Baie de Seine
Halb 9 sind wir fertig. Heute machen wir die "Max-Tour", jedenfalls ähnlich.
Raus, Taxi, zu Hertz, das versteht er, ich zeige auch die Straße, 57 Rue de Fleurus, aufgeschrieben. Er fährt, Taxameter zählt, bei 12,- sind wir irgendwo und er ist überrascht – ist nix. Wir sagen die Adresse nochmal, not far away wäre, da findet er es auch gleich, Hertz und Thrifty.
Drin sagen wir der Dame erst mal, dass die Adresse falsch ist, woher wir denn wissen sollen, dass wir hierher müssen?, aber sie entgegnet, dass es doch gleich auf dem Vertrag draufsteht, den wir bekommen, (dadurch konnten wir immer noch nicht vorher wissen, wo wir hin müssen), und dass sie Hertz ist und meine Bestätigung von Car del Mar, womit sie nix zu tun hat.  So, das wäre geklärt,
Wir kriegen einen Fiat 500X, SUV-mäßig, viel Auto für kleine Größe.

Zuerst mal raus. Richtung Caen, über die erste Brücke, die sieht schon gut aus, 
und die nächste erst recht. 


Die Mündung der Seine
5,40 für einmal über die Seine fahren. Schönes Licht, Sonne tief, herbstliche Farben. Dicke Wolken, ein bisschen Nebel unterwegs. Hier kommt der Calvados her. Le Mans ist auch hier.
Gelegentlich mal zahlen, genau wie von Max beschrieben, 1,10 und 3,40, Zurück auch.
 Kein Klo! Hilfe! Vor Caen ist dann eine Tankstelle.  Puh, nötig.
Bei Caen schüttet es gewaltig. Haben wir Licht an oder nicht??? (Wir hatten nicht, denn er hatte den Schalter noch nicht gefunden).
Die Straße Richtung Strand

unser Autochen
 Erster halt um ca 11 Uhr am Omaha Beach. Grade ist auch ein Bus vom Schiff und ein anderer da. Kurzer Spaziergang am Strand, Ebbe, Urlaub!, tolle Farben, schöne Gegend, aber alles mit einem sehr ernsten Hintergrund.






Die Normandie ist sehr schön! 
Weiterfahrt zum amerikan. Friedhof. Das Stück Land hat Frankreich den Amerikanern unentgeltlich überlassen. Bevor man runter in die Ausstellung geht, wird man durchleuchtet und die Taschen auch. Damit man unten keine Bilder beschädigt? Manchmal übertreiben die Amis auch.
Aufs Gelände kann man auch ohne Kontrolle. Sehr schön angelegt. Normalerweise denkt man nicht praktisch, wie es abgelaufen sein kann; die Amerikaner kamen am D-Day und haben zurückerobert. Dass das monatelange Vorbereitung brauchte, und monatelange Kämpfe, und viele Tausende Tote, das ist eigentlich heute weit weg. Hier ist es präsent, die haben Namen.






Von dort aus fahren wir zurück auf die 514, oben ist eine Creperie, wo wir einkehren. Es gibt Buchweizencrepes mit Schinken und Käse, das ist mal was anderes. Die Salate sehen auch gut aus. Preise sind nicht niedrig, wir sind hier in einem touristisch gut erschlossenen Gebiet. Wahrscheinlich machen hier auch viele Pariser gerne Urlaub. Wirklich schöne Gegend, das merken wir bei der Weiterfahrt, es stehen nur zu oft Panzer herum.
Beim nächsten Örtchen habe ich auf dem Plan gesehen, dass es einem Hafen haben muss. Wir fahren mal runter und sind doll überrascht. Port-en-Bessin, das ist richtig putzig, hier könnte man bleiben. Es gibt sogar einen Pin von dem Ort. Es riecht nach Fisch und Meer, man hört Brandung und Möwengeschrei,...


Hinter dem Turm ist ein Spazierweg mit alten Treppen, der geht weiter, aber das ist zu matschig, ich drehe um, und mein Knie hat irgendwas abgekriegt. Der Ort ist so irgendwie urig.
Hier steht eine Kopie des Denkmals vom Omaha Beach.




Nach einem Spaziergang im Ort gehts weiter, der nächste Halt wird Arromanches-les-Bains, wo es ein weiteres Kriegsmuseum gibt. Hier parkt man oben, bisher überall kostenlos, sogar im vorigen Ort direkt am Hafen!, und läuft runter, Wasser kommt bis an die Mauer vor den Häusern, Betonreste im Wasser, hinten ein Beispiel einer Brücke, die sie zum Anlanden gebaut oder benutzt haben.




Auf Museum hatten wir überhaupt keine Lust bei dem Wetter. Oben auf dem Berg fahren wir noch an einer Marienstatue und weiteren Relikten vorbei, aber hier kostet es Parkgebühr, und wir müssten jetzt doch mal weiter. Dort ist das 360° Museum; man hätte auch von unten hoch laufen können; war nicht gut vorbereitet.
Aber da inzwischen schon drei Uhr ist, fahren wir gleich Richtung Caen. Ein kurzer Schauer irgendwo unterwegs. Um kurz nach 4 sind wir bei Honfleur, beschließen, wenigstens mal vorbeizugucken, das Städtchen soll doch so schön sein, fahren vor der Brücke noch ab und auf einen ausgeschilderten Parkplatz. An der Uhr merken wir, dass es der Tagesparkplatz ist, 4,-. Also gut, wir spenden Honfleur was. Dafür brauchen wir aber noch ein Klo vor dem Rückweg. Nirgendwo zu finden, es gibt viele kleine Lädchen und Cafés, aber jetzt nochmals konsumieren wollten wir auch nicht, Hunger fehlt. Idee: es gibt eine Tourist Info, die müssen uns was sagen können, wohin. Gute Idee, denn sie haben eine Toilette im Gebäude.
Hier kommt man bestimmt noch mal hin, es ist wirklich schön, lauter kleine Lädchen. Bloß die Sprache ist mir eher gar nicht geläufig, aber man würde überleben.


Dann konnten wir zurück fahren.

Die Tankstelle in Le Havre war nicht zu verfehlen, es ging für 20,- rein, was auch den ausgerechneten Litern entsprach. Die Quittung fürs Tanken will Hertz haben. Kurz nach halb 6 lieferten wir das Auto wieder ab. Sie bestellte uns ein Taxi, das gleich kam, der fuhr uns für unter 11,- wieder zurück, und fuhr eher langsam. Heute morgen der raste, wo es ging, und hatte trotzdem über 15,- drauf. Ich habe es nicht als Umweg erkannt, war aber wohl doch einer.
Die Zeit reichte dann grade noch zum Umziehen, Geld wechseln für zwei Umschläge, dann waren wie zur gewohnten Zeit beim Essen, am gewohnten Platz, und es gab nochmal Seezunge! Hmmmm! Essen war top!
Weil wir jeden Abend zu gleicher Zeit reserviert hatten, konnten wir den Tisch behalten. Sie haben sogar am zweiten Abend gefragt, ob der Tisch gestern ok war.
Noel und Juan, gutes Team
noch ein Blick nach Le Havre
Was heute noch war: eine Alibi-Veranstaltung.
Von 5:30-6:30 haben sie ballroom dancing in der Starlounge angesetzt. Das war mal nix. Ich weiß nicht, wie viele da waren, wir konnten nicht. Denn a) die Leute waren noch weg, weil wir erst um 9 abfahren, oder b) um 6 Uhr beim Essen, oder c) sich am Fertigmachen dafür. Aber dann kann man hinterher sagen: wir haben doch das angeboten, es kam aber keiner!
Was sie nochmals gut konnten war Sale, Ramschverkauf, also manches aus dem Lager geholt und jetzt nochmal günstige Sachen anbieten. Und die Leute stehen Schlange an der Kasse, als gäbe es morgen nix  mehr. Unglaublich.
Nach der Show war der C&A-Typ noch unten an seinem Platz, ich wollte mal wissen, was er sagt, wenn ich nach dem Unterschied von Platin zu Emerald frage. Es ist nämlich fast keiner. Er hat mir den Zettel in die Hand gedrückt, den wir am Anfang bekommen habe, die gleichen 2 für 1 und soviel Prozent Nachlass, wenn ich dies und das kaufe.... wir werden am Ende der Reise hochgestuft. Also, bis wir Diamond erreichen, werden sie die Vorteile abgeschafft haben.
Show magic, Philipp Hitchcock, viel geredet, aber unerklärliche Dinger. Und kletterte am Ende noch in einen Luftfballon.
Gepackt haben wir zwischen Essen und Show, ist ja übersichtlich. Kurz vor Beginn der Show haben wir abgelegt, das war unpassend. Aber andererseits ist ja draußen sowieso schon dunkel.
Es ist windig draußen.
Irgendjemand hat nach dem ersten bisschen schaukeln am Anfang was von Sturm erzählt, es wäre so schlimm gewesen, sie wohnten ganz vorne. Gut, dass ich das nicht gehört habe, ich hätte denen gerne mal was von unserem Galaxy-Novembersturm erzählt... 😆 oder von Hurtigrute bei Kirkenes im Dunkeln 😉
 Mein linkes Knie hat in Bessin was abgekriegt, es tut ziemlich weh.
Es ist windig und man merkt tatsächlich noch, dass man auf einem Schiff ist. Das ist schön für den letzten Abend.