17.10.16

17.10.16 Vigo, Galizien

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Um 8:15 gleiten wir rein auf den Anleger zu, sehr soft, es riecht nach Meer und die Möwen schreien. Noch stockdunkel.
Vigo, die modernste Stadt in Galizien. Ich brauche einen Stadtplan aus Papier, das Blatt vom Schiff ist nur für Shopping.
Wir müssen jetzt schon ein Departure Form abgeben, wann wir das Schiff verlassen möchten. Wir nehmen mal 7:30-8:00, wobei mir 7:30 lieber wäre. Das Gute dabei: in dieser Nacht bekommen wir eine Std dazu, das ist also ziemlich normal für uns.

Beim Frühstück ist um 9 immer proppenvoll, da gehen alle, wobei das nicht bedeutet, dass man keinen Platz findet, den gibt es immer irgendwo noch. Aber wir sind ja früher und dann am Fertigwerden.
Während wir beim Frühstück sind, macht unser Herr Martin mit dem ungewohnten Vornamen Caffique unsere Kabine. Heute ist hinterher die Fernbedienung verschwunden, ich wollte nachsehen, ob unser versprochener OBC auf dem Konto drauf ist. Wir gesucht, unauffindbar. Ihn gefragt, ob er sie gesehen hat, ja, er hätte sie gesehen, er sucht auch nochmal, unauffindbar. Dann finde ich sie unter der Decke im Bett :-). Da hat er schnell gearbeitet. Dadurch reklamieren wir gleich mal den kaputten Knopf. Er will sich drum kümmern. Immer wieder: i will ask the supervisor. Sehr bemüht. Er ist erst seit 4 Wochen hier, war aber schon auf anderen großen RCI-Schiffen.
OBC ist gutgeschrieben.
Wir gehen raus, sehr angenehm mitten in der Stadt. Draußen steht ein Junge im Anzug und verteilt Stadtpläne, danke! Viele Wolken.

Ich habe eine Beschreibung, wie man einen Rundgang machen könnte, damit fangen wir mal an. Soll 90 min dauern; nach 20 min habe ich gemerkt, dass es bei uns sicher keine 90 dauern würde.

Nach links den Park entlang, ein Denkmal. Später erfahren wir, dass es Jules Verne ist, der in einem Buch eine Schlacht hinten in der Bucht als Vorlage genommen hat, irgendwas mit versenkten Schiffen mit Gold drin, wo kann ich das mal nachlesen?

Rechts hoch durch das Bankenviertel, am alten Haus mit dem Museum für moderne Kunst vorbei immer leicht weiter nach oben. Am Plaza del Rei beginnt der Aufstieg auf den Berg. 
Immer 15 Stufen. Ich habe aber nicht gezählt, wie viele Male 15. Es war wie Málaga.
Es ist noch ziemlich nass, muss gut geregnet haben. Heute bleibt es aber trocken. Wir sind ja da ;-). 
Altes Fort von 17xx, unten sind noch ältere Ruinen. Es sind noch ein paar Leute, die heute morgen bei uns in der Gegend beim Frühstück saßen, am mühsamen Aufstieg. Oben geht grade eine Busladung voll weg.
Der Aufstieg hat sich gelohnt.
da oben unter den Liegestühlen, die zweite von links





Axel guckt sehnsüchtig: hier oben fährt eine Familie mit einem Guide auf Segways vorbei. Ich kriege mit, wie er denen erzählt, dass dort hinten die Citroën Fabrik ist. Ey, da ist mindestens eins meiner Autos geboren. Man sollte vorher genauer nachlesen, das war jetzt Zufall.
Citröen Fabrik
Wieder runter, hin und her getrollt in der Stadt, großer Platz mit Denkmal, Gruppen werden hier entlang geführt, Axel braucht Kaffee, ich Klo, beides gibts für 1,10 in einer Tapasbar am Platz. Was für Preise!


Zum Mittagessen gehen wir ins Schiff, das tun viele Leute. Essen ist hervorragend, Rindersuppe u.a. Dazu Verkaufsaktivitäten beim Mittagessen – Leute aus den Spezialitäten Restaurants sprechen Gäste an und versuchen, Kunden zu werben. Wir haben ihn gejagt!
 Für den zweiten Spaziergang können wir die Jacken zurücklassen.
Axel schielt schon wieder zum Segway Verleiher, wir gucken mal, was er anbietet, (mir ist das hier zu steil, obwohl ich schon durch die Weinberge gerast bin), es gibt eine Tour Seasidetour, 40 min gradeaus für 30,-€, eine Citytour 45,- € und eine auf den Hügel hoch für 65,-€. Und für Anfänger 15 Minuten am Schiff üben für 10,-. Hier dürfen übrigens auch jüngere Leute fahren, also unter 16-Jährige.
Er bietet auch eine Mischung aus 1 und 2 an, auch für 30,-. Wir sollen in 10 min wiederkommen, dann sind die Segways zurück; wir nutzen noch schnell wifi von der Bar im EKZ, dann gehts los. 
Er fährt mit uns, Raúl, wir kriegen Privattour. Wow.
Wir wollen Seasiders und kriegen die Mischung. Unten entlang, an der Verwaltung von Galizien vorbei, in die Stadt, wo wir heute morgen schon fast überall waren, mit Erklärungen, persönlicher Stadtführer, der mal bei BMW gearbeitet hat. 
Er zeigt uns das einzige 5-Sterne-Hotel in der Stadt. Das sieht überhaupt nicht so aus. Und der Platz auf dem vor-vorigen Bild ist der älteste der Stadt.
Vigo war bis vor 10 Jahren ein nicht schöner Ort, die Leute trauten sich kaum noch auf die Straßen. Dann sagte die Stadt: wir kaufen und modernisieren eure Häuser. Wenn ihr nicht verkaufen wollt, müsst ihr innerhalb von 5 Jahren renovieren. Die renovierten haben sie dann günstig an junge Leute vermietet, und jetzt ist die Stadt schön und bewohnbar. Früher hatten sie 100 leichte Mädchen in der Stadt, jetzt noch 5.
Die zwei steilen Abfahrten habe ich überstanden, er hat am Anfang festgehalten, was nicht nötig war, war nur zu ängstlich. Das hat uns allen drei ziemlich Spaß gemacht.

Nochmal ins EKZ zur Kontaktaufnahme, Wifi langsam, Kind kennt eine Hauptdarstellerin des Filmteams aus Youtube, also müssen wir mal noch ein paar Fotos machen.
Hier hätte ich eine Handtasche für 12,- gekriegt, im Shop im Hafen. Ich brauchte sie aber schon gestern zum Kleid.
Ein Kaffee und Kuchen, dann abwarten. Durchsagen, sie rufen 5 Leute aus. Durchsage nochmal auf portugiesisch. Schiff tutet um 7 Min nach halb.  Fünf Min später nochmals. Nach ein paar weiteren Minuten kommen sie. Auf allen Balkonen wird Beifall geklatscht, die ganze Seite ist bevölkert. Witzig!

Vigo war mal interessant und ok, aber ich muss nicht nochmal hierher. Unser Guide hat gesagt, man soll sich ein Auto mieten und die Küstenstraße entlang fahren, das wären schöne Aussichten.
Um 16:50 legen wir ab. Drehen, hinten schöne Brücke, Möwen. Auf Deck 9 unter uns füttert sie jemand auf dem Balkon. Massen! Das ist auch besonders, den Vögeln von oben zuzugucken.






vorne Deck 13



Durchsage Bravo Bravo Bravo. Gewisse Zeit später wird es aufgehoben.
Es ist warm draußen. Rechts wird es immer schöner. Leuchttürme. Wie war das mit der Geschichte mit dem amerik. Flugzeugträger und dem galizischen Leuchtturm? 😄😄 Hier sind sie.
So ein Balkon auf der richtigen Seite ist was Schönes. Die Balkonfenster sind heute geputzt worden!
Links ist eine Insel unter Naturschutz. Da dürfen täglich nicht mehr als 2000 Leute drauf.

Wieso ist bei uns immer eine Pfütze auf dem Balkon an der Tür? Da kommt auch ein Rohr runter.
Fernbedienung wurde getauscht.
Wäschebeutel-Aktion: 30$ für gefüllten Beutel. Unterwäsche usw, ohne bügeln.
Heute gibt’s wieder tolles Essen und tolle Deko, Lachs, hatte aber den Foto nicht dabei. Und dazu draußen glatte See und Sonne. Schön! Die Waiter werden immer freundlicher. Jetzt werden wir auch noch mit Handschlag begrüßt und verabschiedet. Unten bei der 6 Uhr-Essenssitzung gibts ein Ständchen O Sole Mio.

Was nun? Mal gucken, was so los ist. In der Star Lounge ist Quiz, proppenvoll. Beim TV Dreh zugeguckt, eine Kussszene auf der Treppe, musste schnell mal den Foto holen gehen, weil Kind sie kennt.
Danach folgte eine Szene vom anderen Typ, der unten steht und traurig hoch guckt, also die beiden dort sieht. Das wurde aber nacheinander gefilmt.

9 Uhr Show, Pete Matthews, Jongleur (Durchschnitt) und Komiker (besser). Jetzt wissen wir auch, wie das Strassentheater in Reykjavik weiter ging, denn er machte dasselbe. War lustig.
Vieles haben wir nicht verstanden, war aber ok.
Danach spielte in Star Lounge eine tolle Band, die klingen wie die Bands im Original. Die waren immer erst spät dran für Party. Schlecht für uns, kein Tango oder sowas. Getanzt wird schon. Sind wir so altmodisch, dass das hier nicht mehr in ist? Und grade jetzt, wo ich 4 Kleider mit habe? (Also sozusagen alle:-).
Heimatlos. Bier im Boleros, da spielen aber die Klassik-Mädchen.  Dann beginnt oben drüber die 70er Party, alles schallt durcheinander, vom Band inzwischen, noch einige Min. Zuhören, nee, nach dem zweiten Lied keine Lust auf den Stil, schon mal gesehen, zu laut, wir gehen heim.

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